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Das Universum könnte 100 Milliarden Milliarden erdähnliche Planeten enthalten

27. September 2015


Sind wir alleine im Universum? Diese Frage ist uralt und bis heute noch nicht beantwortet. Peter Behroozi und Molly Peeples vom Space Telescope Science Institute haben nun einen neuen überraschenden Beitrag zu einer Antwort geleistet.

Sie verknüpften die Einschränkungen, die sich aus der Entstehungsgeschichte einer Galaxie ergeben, mit den unterschiedlichen Modellen zur Entstehung von Planeten. Als Ergebnis erhielten sie die Entstehungsgeschichten erdähnlicher und Gasplaneten sowohl für die Milchstraßengalaxie als auch für das bekannte Universum als Ganzes. Dabei kamen sie auf 10^20 erdähnliche und 10^20 große Gasplaneten im gesamten Universum. Dies sind 100.000.000.000.000.000.000 oder 100 Milliarden Milliarden Planeten. Alleine in unserer Galaxie soll es demzufolge 1 Milliarde erdähnliche und 10 Milliarden große Gasplaneten geben. Das sind große Zahlen.

Dabei hatten die Werte für den Metallgehalt der Sterne und der Gaswolken keinen großen Einfluss auf die Anzahl der Planeten. Da jedoch die Bildung von Gasriesen wie Jupiter oder Saturn vom Metallgehalt ihrer Umgebung abhängt, bilden sich solche Planeten erst später und in größeren Galaxien als erdähnliche Planeten. Unser Sonnensystem bildete sich demzufolge während des mittleren Zeitalters der existierenden Gasplaneten und nachdem sich 80% der erdähnlichen Planeten bereits gebildet hatten.

Sollten die noch vorhandenen Gasvorräte der Galaxien auch zukünftig noch in die Bildung neuer Sterne einfließen, dann wird das Universum noch einmal die zehnfache Menge aller heute existierenden Planeten hervorbringen.


Erdähnliche Planeten könnten häufiger sein, als bisher angenommen.


Quelle:
P. Behroozi, M. Peeples (2015): On the History and Future of Cosmic Planet Formation. Angenommen zur Veröffentlichung in Monthly Notices of the Royal Astronomical Society.  



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