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Ältere Sterne zerstören Gasplaneten in ihrer näheren Umgebung
12. Dezember 2016

51 Pegasi b war der erste Exoplanet, der in der Umlaufbahn um einen "normalen" Hauptreihenstern entdeckt wurde. Lange rätselten Astronomen darüber, wie solch massive und allem Anschein nach gasförmige Planeten in eine so enge Umlaufbahn geraten konnten. Als wahrscheinlichste Erklärung gilt inzwischen die Wanderung der Planeten von höheren auf tiefe Umlaufbahnen als Folge der Interaktion mit anderen Planeten [1] [2]. Nun gilt auch ihr weiteres Schicksal als aufgeklärt. Der Zentralstern selbst wird seinen engen Begleiter vernichten.

Dies zeigt die Arbeit von Kevin Schlaufman und Joshua Winn vom MIT in Cambridge, USA [3]. Schon seit längerem ist bekannt, dass bei Unterriesensternen - welche die Hauptreihe bereits verlassen haben - deutlich seltener heiße Gasplaneten gefunden werden als bei Hauptreihensternen. Die Erklärung war jedoch bisher nicht eindeutig, weil diese Sterne oft auch massereicher sind als die auf der Hauptreihe häufiger vertretenen G- und F-Sterne. Es wäre auch denkbar gewesen, dass solche Sterne seltener heiße Gasriesen ausbilden.

Schlaufman und Winn verglichen nun die Bewegungen von Unterriesensternen mit Planeten innerhalb der Galaxis mit denen von F- und G-Sternen auf der Hauptreihe. Dabei fanden sie heraus, dass die beiden Sternenpopulationen im Schnitt von ähnlicher Masse sind und sich nur im Alter unterscheiden. Damit bieten sie einen Ausblick auf dieselbe Exoplanetenpopulation vor und nach ihrer Zerstörung. Das Fehlen heißer Gasplaneten in der Umgebung von Unterriesensternen ist somit ein klarer Hinweis darauf, dass diese Planeten mit der Zeit in ihren Stern stürzen werden.

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